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Sport - 21.10.2018

„Es darf in Krisen nicht so schnell um einzelne Personen gehen“

Nachdem sich die Verantwortlichen des FC Bayern München über eine angeblich „herabwürdigende“ und „respektlose“ Berichterstattung beschwert haben, hat sich nun Matthias Sammer zu Wort gemeldet. Er fordert einen respektvolleren Umgang. 0

Matthias Sammer, früherer Sportvorstand beim FC Bayern München, hat einen angemesseneren Umgang in der Zusammenarbeit zwischen Medien und Fußballklubs angemahnt. „Geht wieder respektvoller miteinander um“, sagte Sammer in seiner Funktion als TV-Experte beim Sender Eurosport.

Es dürfe in Krisensituationen „nicht immer so schnell um einzelne Personen gehen. Das ist eine Tendenz, die kritisiere ich in aller Deutlichkeit“, sagte der 51-Jährige am Freitagabend.

Sammers Aussagen sind eine Reaktion auf die Medienschelte des FC Bayern. Stunden zuvor hatten Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic bei einer Pressekonferenz angeblich „herabwürdigende“, „respektlose“ und „hämische“ Berichterstattung angeprangert.

Sammer wollte die Aussagen „gar nicht bewerten“, sagte zur Linie der Bayern aber auch: „Man hat empfunden, dass es über der Linie des Erträglichen war. Es war, wie man so klassisch sagt, ein Gegenschlag oder ein Konter.“

Sammer, der mittlerweile auch als Berater bei Bayern-Rivale Borussia Dortmund arbeitet, zeigte in der Diskussion auch Verständnis für die Medien. „Der Journalismus macht vieles richtig, auch in der kritischen Bewertung“, betonte der Ex-Nationalspieler, der in der Debatte merklich um Neutralität bemüht war. Man dürfe jetzt nicht „eine Seite als die gute und eine als die böse darstellen“.

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Nicht nur die Kritik am FC Bayern München störte die FCB-Bosse. Auch der Umgang mit Bundestrainer Joachim Löw brachte Bayern-Präsident Uli Hoeneß auf die Palme.

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