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Politik - 09.03.2019

Lafontaine 20 Jahre danach: Rücktritt hat mich belastet

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Saarbrücken (dpa) – Der Bruch mit der SPD treibt Oskar Lafontaine auch genau 20 Jahre nach seinem spektakulären Rücktritt als SPD-Vorsitzender und Bundesfinanzminister noch um. «Es war sicherlich die Entscheidung in meinem politischen Leben, die mich am stärksten belastet hat», sagte der 75-Jährige, seit 2009 Vorsitzender der Linksfraktion im saarländischen Landtag, der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Lafontaine hatte am 11. März 1999, wenige Monate nach Amtsantritt der ersten rot-grünen Bundesregierung, überraschend seinen Rücktritt als SPD-Vorsitzender und Bundesfinanzminister erklärt. Auch sein Bundestagsmandat gab er auf. Damals lag er mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Streit über die Sozial- und Wirtschaftspolitik sowie einen bevorstehenden Einsatz von Nato-Truppen in Jugoslawien.

2005 trat er auch aus der SPD aus, übernahm im Bundestag den Vorsitz der Linksfraktion und wurde später Gründungsvorsitzender der Partei Die Linke. «Ich habe mir oft die Frage gestellt, ob der Rücktritt vom Parteivorsitz und die Niederlegung des Bundestagsmandats richtig waren», sagte Lafontaine. «Aber das sind letztendlich Fragen, die nicht mehr weiterführen, denn die Entscheidungen wurden ja getroffen.» Auch darüber, ob der Austritt aus der SPD richtig gewesen sei, habe er später oft nachgedacht.

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